Frühschichten starten heute die Warnstreiks der IG Metall in Gera und Königsee

  • 12.03.2021
  • Aktuelles

Angleichung Ost steht im Zentrum der Streikaktionen bei Kaeser und Widia

Königsee / Gera (12. März 2021) – Die Warnstreiks der IG Metall gehen weiter mit Aktionen bei Kaeser in Gera und Widia in Königsee. Warnstreiks haben am heutigen Freitag in den Frühschichten begonnen.

„Die Belegschaft von Kaeser Kompressoren steht hinter den Forderungen der aktuellen Tarifrunde. Das zentrale Thema der heutigen Streikaktion ist die Angleichung Ost. Das Unternehmen Kaeser ist ein Musterbeispiel, um was es geht: Während die Belegschaft im Hauptsitzt Coburg seit den 1990er Jahren die 35-Stunden-Woche hat, beträgt die Arbeitszeit im hochmodernen Schwesterwerk in Gera immer noch 38 Stunden. Dieser Missstand, der seit einem Vierteljahrhundert und im 31. Jahr der Deutschen Einheit besteht, muss endlich geändert werden,“ so Franziska Wolf, Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Gera und Jena-Saalfeld. Zu Beginn der Streikaktion der Frühschicht vor dem Werkstor betonte sie: „Kaeser ist als zukunftsorientiertes, innovatives und erfolgreiches Unternehmen ein Leuchtturm in Thüringen. Die Zwei-Klassen-Unterteilung ‘Ost/West‘ von Belegschaften wirft jedoch einen dunklen Schatten. Geändert werden kann dies jetzt in einem neuen Flächentarifvertrag.“

„Heute Morgen haben die Streikaktionen der Belegschaft mit der Nachtschicht bei Widia Kennametal in Königsee begonnen. Die Kolleginnen und Kollegen haben im letzten Jahr auf tarifliche Leistungen verzichtet, um Beschäftigung am Standort zu halten. Als dann später Mehrarbeit abgefordert wurde, haben die Beschäftigten auch da die Zähne zusammengebissen. Jetzt wird es Zeit, den Kolleginnen und Kollegen auch ein Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung zu senden - mit einem guten Tarifabschluss!“ so Gewerkschaftssekretär Falk Bindheim von der IG Metall Gera und Jena-Saalfeld. „Beschäftigungssicherung, Entgelterhöhung und die Angleichung Ost spielen eine zentrale Rolle – für uns als IG Metall, ebenso wie die Zukunftssicherung des Unternehmens. Wir kämpfen auch für die Übernahme der Azubis und dual Studierenden.“