Steigende Gewinne, fallende Lohnquote - Trend stoppen!

  • 23.09.2022
  • Aktuelles, Tarif

Für unsere Forderung von 8 Prozent in der aktuellen Tarifrunde gibt es gute Argumente. Der aktuelle Trend muss gestoppt werden: Die Lohnquote fällt während die Gewinne steigen. Eine kräftige Tariferhöhung stoppt die ungerechte Umverteilung, stützt in der aktuellen Lage die Wirtschaft und gibt den Menschen Sicherheit.

** in Prozent vom Volkseinkommen * linke Achse, ** rechte Achse, Quelle: Statistisches Bundesamt, Stand: 8. Februar 2022, eigene Berechnungen, Grafik: IG Metall, Koordination Branchenpolitik

▸ In der aktuellen wirtschaftlichen Lage muss der private Konsum gestärkt werden, um das Wachstum zu stützen. Dazu müssen die Entgelte dauerhaft kräftig angehoben werden. Nur so entsteht bei den Menschen Sicherheit und das Vertrauen, dass die steigenden Preise nicht zum Verlust von Kaufkraft und Wohlstand führen. Das ist die Voraussetzung, damit sie mit ihrem Konsum die Wirtschaft ankurbeln, statt weiter zu sparen.
▸ Dass eine kräftige Entgelterhöhung notwendig ist, zeigt auch die verteilungspolitische Bilanz der letzten Jahre. So ist seit 2020 der Anteil der Arbeitnehmerentgelte am Volkseinkommen (Lohnquote) deutlich gesunken. Neben den steigenden Gewinnen liegt das an den zurückhaltenden Entgelterhöhungen in den Krisenjahren. Außerdem haben die Beschäftigten einen Teil der Krisenkosten getragen (z. B. durch Einkommensverluste während der Kurzarbeit).
▸ Es ist deshalb sinnvoll und notwendig, wenn jetzt mit einer kräftigen Tariferhöhung die Verteilung wieder zugunsten der Lohnquote verändert wird. Damit unterstützen wir die wirtschaftliche Erholung und stärken das Wachstum.