BETRIEBE KÖNNEN HÖHERE KOSTEN WEITERGEBEN – BESCHÄFTIGTE NICHT

  • 14.09.2022
  • Aktuelles, Tarif

Die Energiepreise steigen rasant. Die hohen Preise treffen Unternehmen genauso wie Beschäftigte. Viele Betriebe können die gestiegenen Kosten aber durch Preiserhöhungen an die Kund:innen weitergeben. So werden die Gewinne nicht geschmälert. Die Beschäftigten können die höheren Preise nicht weitergeben und können sich dann weniger leisten.

  • Die Energiekosten steigen in diesem Jahr aufgrund des Ukraine-Krieges sehr stark. So war im August 2022 Energie insgesamt um 35,6 Prozent teurer als im Vorjahresmonat.
  • Die steigenden Preise treffen die Beschäftigten und die Unternehmen. Die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie können die höheren Energiepreise aber an ihre Kund*innen weitergeben, indem sie die Preise erhöhen. Das ergab die Betriebsrätebefragung der IG Metall und zeigt sich in den amtlichen Statistiken. So sind die Inland-Erzeugerpreise der MuE-Unternehmen im Juli 2022 um fast 13,1 Prozent höher als zu Beginn des Vorjahres 2021. Die Ausfuhrpreise stiegen im gleichen Zeitraum um fast 10,5 Prozent.
  • Wenn die Unternehmen die gestiegenen Kosten durch höhere Preise weitergeben, werden ihre Wirtschaftlichkeit und ihre Gewinne nicht beeinträchtigt. Anders ist das bei den Beschäftigten. Sie können ihre höheren Energiekosten nicht weitergeben. Deshalb ist es dringend notwendig, dass die Politik für weitere Entlastung sorgt und es jetzt eine kräftige und dauerhafte Tariferhöhung gibt.