10.12.2025 | Mit einem Warnstreik beim Unternehmen Weru in Triptis erhöhen wir den Druck in den Flächentarifverhandlungen der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie.
Die Arbeitsniederlegung fand am heutigen Mittwoch, 10. Dezember, in zwei Etappen statt: von 6 bis 8 Uhr sowie von 14 bis 16:30 Uhr. Zum Auftakt gab um 6 Uhr eine Kundgebung vor dem Werkstor. Auf der Straße der Deutschen Einheit kam es dadurch zu Verkehrsbehinderungen.
„Unsere Kolleginnen und Kollegen setzen ein klares Zeichen vor der zweiten Verhandlungsrunde in dieser Woche. Bislang haben die Arbeitgeber noch kein Angebot vorgelegt. Damit endlich Bewegung in die Tarifrunde kommt, zeigen wir unsere Entschlossenheit“, erklärt Christian Hellfritzsch, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Jena-Saalfeld. „Das Thüringer Lohn- und Gehaltsniveau liegt deutlich unter dem westdeutschen Tarifniveau. Wir fordern – wie in anderen Bundesländern – eine Entgelterhöhung von 5 Prozent, um die bestehende Kluft nicht weiter zu vergrößern. Darüber hinaus verlangen wir für Thüringen eine zusätzliche Angleichungskomponente an das Tarifniveau in Hessen. Auch hierzu liegt bislang keinerlei Angebot der Arbeitgeber vor.“
Der Fenster- und Türenhersteller Weru Triptis gehört zur Weru GmbH mit Sitz im baden-württembergischen Rudersberg, die im Besitz der dänischen Dovista-Gruppe ist. Mit rund 400 Beschäftigten ist Weru einer der größten Arbeitgeber im Saale-Orla-Kreis. Dieser Landkreis verzeichnet einen der niedrigsten Bruttolöhne im Bundesvergleich. Mit starken Tarifabschlüssen leistet die IG Metall einen wichtigen Beitrag für die Zukunft der Region.