26.08.2026 | Nach zwei Verhandlungstagen gibt es noch kein Ergebnis zur Zukunft des Kelvion-Werkes in Thüringen. Nach mehrstündigen Gesprächen zwischen dem Kelvion-Management, einem potenziellen Investor und der IG Metall liegt noch kein Ergebnis vor, über das die Streikenden abstimmen können. Der heutige Mittwoch ist der 23. Tag des Erzwingungsstreiks.
„Die Gespräche haben Bewegung gebracht, stocken ab er weiterhin an wichtigen Fragen. Anstatt alle Arbeitsverhältnisse auf den neuen Investor übergehen zu lassen und damit Zukunft für die Beschäftigten und die Region zu sichern, will Kelvion sich die Rosinen herauspicken. Maschinen und Produkte will man behalten, die Beschäftigten sollen beim Investor ohne Betriebsrat, Tarifbindung und mit neuen Arbeitsverträgen ins Ungewisse geschickt werden," so Gewerkschaftssekretär Tom Knedlhanz von der IG Metall Gera. „Dabei wäre eine win-win Situation möglich: Die Belegschaft behält ihre tarifgebundenen Arbeitsplätze, der Investor bekommt ein hochleistungsfähiges Werk und Kelvion erzielt Verkaufserlöse und spart zugleich Millionen für die Schließung."
Auch beim Thema Abfindungen und Transfermaßnahmen wird Kelvion weiterhin seiner sozialen Verantwortung nicht gerecht. Den Vorschlag der IG Metall, die Verhandlungen fortzusetzen, lehnt Kelvion bislang ab.
„Nun liegt der Ball bei Kelvion, die letzten Knoten zu lösen und ein abstimmungsfähiges Ergebnis zu erzielen. Nur so lässt sich der Erzwingungsstreik beenden“, so Knedlhanz.