Tarifverhandlung bei AGA in Gera geht in die dritte Runde

  • 31.05.2021
  • Aktuelles

Aktion der IG Metall vor dem Werkstor am heutigen Montag

Gera (31. Mai 2021) – Mit einer Aktion vor dem Werkstor informiert die IG Metall die Belegschaft der AGA Zerspannungstechnik GmbH in Gera über die laufende Tarifverhandlung. Von 10 bis 14 Uhr machen die Beschäftigten – unter Beachtung der Hygienemaßnahmen und in Kleingruppen –deutlich, dass sie hinter der gewerkschaftlichen Forderung stehen. Das AGA-Werk, das zur SAMAG-Gruppe gehört, hat einen eigenen Haustarifvertrag.

„Nach zwei Verhandlungen steigt der Druck auf die Geschäftsleitung, den berechtigten Forderungen der Belegschaft entgegenzukommen. Dass es Ungleichheiten innerhalb der SAMAG-Gruppe gibt, lässt sich nicht vermitteln. Unser Ziel ist eine schrittweise Angleichung mit dem Tarif des Saalfelder Mutterunternehmens. Das ist eine dringend notwendige Voraussetzung, um auch auf dem Arbeitsmarkt konkurrenzfähig zu sein“, so Christian Patho, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Gera und Jena-Saalfeld.

„Unser Werk ist gut durch die Corona-Krise gekommen und läuft auf Hochtouren! Dass auch nach zwei Verhandlungsrunden noch kein Ergebnis da ist, sorgt für eine gewisse Anspannung in der Belegschaft. Was wir brauchen, ist ein guter Tarifabschluss, der ein Zeichen des Aufbruchs setzt“, sagt Florian Röhr, Vorsitzender des Betriebsrates der AGA Zerspannungstechnik GmbH in Gera.

In der letzten Tarifrunde für den zum 1. April ausgelaufenen Haustarifvertrag wurde die 38-Stunden-Woche mit vollem Lohnausgleich geregelt. Die AGA Zerspannungstechnik Gera GmbH ist eine Firma der Automobilzulieferindustrie mit 150 Beschäftigten. Sie gehört zur SAMAG Gruppe in Saalfeld, die über eine Beteiligungsgesellschaft dem Land Thüringen gehört. Die SAMAG-Unternehmen sind nicht Mitglied im Thüringer Arbeitgeberverband, mit dem die IG Metall einen neuen Flächentarifvertrag abgeschlossen hat.