Tag gegen Gewalt an Frauen

25.11.2025 | Mit einer Aktion in Gera haben wir uns am Tag gegen Gewalt an Frauen beteiligt. Das ist wichtiger denn je.

Um auf die immer höher steigenden Zahlen aufmerksam zu machen und unsere Forderungen aufzuzeigen, waren wir auf der Straße. Gemeinsam mit den DGB- Frauen und dem Netzwerk gegen häusliche Gewalt haben die IGM-Frauen Gera Taschentücher und Informationsmaterial verteilt und sind mit Frauen ins Gespräch gekommen.

Wir fordern euch auf: Schaut nicht weg bei Gewalt gegen Frauen, gleich ob häusliche Gewalt oder im Betrieb, im Bekanntenkreis oder wo auch immer! Handeln Jetzt!

Weltweit steigen die Zahlen von psychischer und physischer Gewalt gegen Frauen.
Allein in Deutschland..

  • findet fast jeden Tag ein Femizid statt
  • Tötet alle zwei Tage ein Mann seine (Ex-) Partnerin
  • Gab es 2024 über 170.000 Fälle von Partnerschaftsgewalt, über 80% der Opfer sind Frauen
  • Erleben 63% der politisch engagierten Frauen digitale Gewalt, bis hin zu Morddrohungen
  • Empfinden 90% der jungen Frauen starke bis extreme Angst, wenn sie nachts unbekannten Männern begegnen

Sparmaßnahmen, die Frauen Arbeitsplätze rauben, sie in unbezahlte Pflegearbeit und finanzielle Abhängigkeit drängen, erhöhen das Risiko geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen, warnt der Europäische Gewerkschaftsbund. Das ist auch Deutschland so.

Das bundesweite Gewalthilfegesetz ist am 25.Februar 2025 in Kraft getreten und schafft erstmals einen individuellen Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder. Dieser Anspruch soll aber erst ab dem 01. Januar 2032 greifen. Wir fordern eine deutlich schnellere Umsetzung.

Die Situation bei uns
In Thüringen hat der Landtag am 06. Juni 2024 mit dem ersten Gesetz zur Änderung des Thüringer Chancengleichheitsfördergesetzes wichtige Verbesserungen für die Unterstützung von Betroffenen beschlossen. Wir fordern jetzt:

  • Bedarfsgerechten Ausbau und langfristige Absicherung der Schutzeinrichtungen
  • Verbindliche Mindeststandards und die flächendeckende Einrichtung von Gewaltschutzambulanzen
  • Sicherung des Lebensunterhalts für Betroffene während des Aufenthaltes in Schutzeinrichtungen
  • Bundesweite Öffentlichkeitsarbeit zur anonymen und gerichtsfesten Dokumentation von Gewaltspuren
  • Mehr Forschung zu geschlechtsspezifischer Gewalt und Femiziden

Ein Femizid ist ein Femizid und kein Totschlag oder was auch immer!

Unsere Social Media Kanäle