Metall- und Elektroindustrie Thüringen: Zweite Tarifverhandlung bleibt ohne Ergebnis

  • 29.01.2021
  • Aktuelles, Tarif

Die zweite Tarifverhandlung für die rund 20.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen hat am heutigen Donnerstag virtuell stattgefunden. IG Metall und Arbeitgeber konnten kein Ergebnis erzielen und werden in den nächsten Tagen einen weiteren Verhandlungstermin vereinbaren.

Jörg Köhlinger, Leiter des IG Metall Bezirks Mitte, kritisierte die Arbeitgeber für ihr Verhalten deutlich. „In den Betrieben und im Homeoffice fragen sich viele, warum die Thüringer Arbeitgeber sich der Situation nicht stellen. Die Transformation wartet nicht und schon gar nicht auf die langsamsten Arbeitgeber. Es wird mit der IG Metall auf keinen Fall einen Notabschluss geben.“

Die IG Metall hat in der heutigen Tarifverhandlung gegenüber den Arbeitgebern ihre Forderung nach einem Volumen von 4 Prozent für Entgelt- und Beschäftigungssicherung bekräftigt. Erneut forderte die Gewerkschaft die Arbeitgeberfunktionäre auf, ernsthafte Gespräche über die Arbeitszeitangleichung in Thüringen mit der IG Metall zu führen.

Hintergrund:

Der IG Metall Bezirk umfasst die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen. Die Metall- und Elektroindustrie des Bezirks gliedert sich in fünf Tarifgebiete: Hessen, Rheinland-Rheinhessen, die Pfalz, das Saarland und Thüringen. Die Arbeitgeberverbände der westlichen Tarifgebiete des Bezirks verhandeln als Mittelgruppe mit der IG Metall. Mit dem Arbeitgeberverband in Thüringen verhandelt die IG Metall separat Tarifverträge.