02.06.2026 | Mit einer Kundgebung kämpfen wir gegen die Deindustrialisierung im Altenburger Land. Am heutigen Dienstag versammelten sich mehr als 150 Beschäftigte von Kelvion und Vertrauensleute anderer Betriebe am Werkstor von Kelvion in Nobitz-Wilchwitz.
Wenn die Kelvion Brazed PHE GmbH nun auch wie angekündigt schließt, geht es um den Verlust von mehr als 1000 Arbeitsplätzen seit 2021. Erst die Schließung bei Kunststofftechnik Nobitz, dann der Stellenabbau bei Kelvion, aktuell die Abwicklung von Neumayer Tekfor in Schmölln und künftig die Schließung von Kelvion – diesen Trend gilt es zu stoppen!
„Die IG Metall schaut nicht tatenlos zu, wie es den Beschäftigten an die Existenz geht! Die Zukunft der Region darf nicht an waghalsige Entscheidungen eines fragwürdigen Managements hängen, denen der Standort ebenso wie die Beschäftigten egal sind. Gerade weil Betriebe wie Kelvion wirtschaftlich laufen, ist der Verlust an tarifgebundenen Arbeitsplätzen für die Region inakzeptabel,“ so Tom Knedlhanz, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Gera. „Wenn das Management – wie aktuell bei Kelvion – die Verlagerung in das Mutterwerk im Westen nicht weiter begründet, obwohl in Thüringen kostengünstiger produziert wird, kommen uns Zweifel: Sind die wahren Beweggründe überhaupt wirtschaftlicher Natur? Unsere Botschaft lautet: Dichtmachen kommt teurer als investieren!“