Einigung bei der AGA Zerspanungstechnik in Gera

  • 22.06.2021
  • Aktuelles

Neuer Haustarifvertrag als Einstieg zur Angleichung zum Saalfelder Mutterhaus

Bei der AGA Zerspanungstechnik GmbH in Gera gibt es nach vier Verhandlungsrunden und einem zweistündigen Warnstreik eine Einigung. Das vorläufige Verhandlungsergebnis wurde von der Mitgliedschaft der IG Metall am heutigen Freitag angenommen. Die Laufzeit beträgt 14 Monate.

„Das Verhandlungsergebnis ist für unsere Kolleginnen und Kollegen, die ihre Stärke und Entschlossenheit wirkungsvoll gezeigt haben, ein starker Erfolg: eine Lohnerhöhung von 6,5 Prozent ab sofort und rückwirkend ein Corona-Bonus von 500 Euro pro Person! Genauso wichtig wie die Lohnsteigerung ist die Übereinkunft beider Parteien, im nächsten Jahr die weitere Angleichung der Monatsentgelte auf das Niveau des Saalfelder-Mutterhauses zu vereinbaren. Jetzt gehen wir den ersten Schritt, um die Ungleichheit in der SAMAG-Gruppe abzubauen," so Christoph Ellinghaus, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Jena-Saalfeld und Gera.

„Unsere Kolleginnen und Kollegen machen gute Arbeit und das Werk läuft. Das aktuelle Ergebnis bietet den Ausgangspunkt, um wichtige Weichen für die Zukunft zu stellen: Die Angleichung zum Mutterkonzern, die beide Seiten nun gemeinsam angehen wollen. Ein besserer Tarifvertrag stärkt die Leistungsfähigkeit im Betrieb und die Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt,“ sagt Florian Röhr, Vorsitzender des Betriebsrates der AGA Zerspanungstechnik GmbH in Gera.

Die AGA Zerspanungstechnik Gera GmbH ist eine Firma der Automobilzulieferindustrie mit 150 Beschäftigten. Sie gehört zur SAMAG Gruppe in Saalfeld, die über eine Beteiligungsgesellschaft dem Land Thüringen gehört. Die SAMAG-Unternehmen sind nicht Mitglied im Thüringer Arbeitgeberverband, mit dem die IG Metall einen neuen Flächentarifvertrag abgeschlossen hat