100% Fläche inklusive Prämien! Starker Tarifvertrag bei j-plasma in Jena

13.02.2025 | Zwei Lohnerhöhungen und Einmalzahlung, Plus beim T-Zug in mehreren Stufen und ab 2027 gibt es Leistungsprämien - mit dem neuen Tarifvertrag erreicht die IG Metall bei j-plasma in Jena die vollständige Angleichung an den Flächentarif!

Damit bekommen die Beschäftigten in zwei Schritten mehr Lohn (plus 2% im April 2025 und plus 3,1% im April 2026). Die Einmalzahlung von 600 Euro kommt bereits in diesem Monat. Auch beim Transformationsgeld können sich die Beschäftigten auf die nächsten Angleichungsschritte freuen. Ab diesem Jahr gibt es „das T-Geld“ mit 18,4% vom Monatsbrutto. Ab 2026 folgt der T-ZuG B (26,5% der EG 5). Die Einführung von T-ZuG A (27,5% vom Monatsbrutto mit der Option Geld in Zeit zu Wandeln) erfolgt in 2027. Die Leistungsprämie (mind. 5% der gesamten Lohnsumme) kommt 2027 und wird 2028 auf mind. 10% der gesamten Lohnsumme erhöht.

„Der aktuelle Haustarif zeigt, was mit gewerkschaftlicher Kraft und langem Atem erreicht werden kann. Der Erfolgsweg zur Angleichung begann 2014 mit der erstmaligen Anerkennung von Teilen des Flächentarifvertrages. Unsere beteiligungsorientierte, transparente und konfliktorientierte Strategie, die wir seit 2020 zusammen mit der Belegschaft konsequent verfolgen, ist der Schlüssel zum Erfolg. Nach dem Weihnachtsgeld (2020) und dem Urlaubsgeld (2023) folgen nun auch die Leistungsprämien wie bei ZEISS oder JENOPTIK. Unsere Kolleginnen und Kollegen haben gezeigt, was mit Entschlossenheit und Geschlossenheit möglich ist“, so Gewerkschaftssekretär Christian Patho von der IG Metall Jena-Saalfeld. Die Angleichung von 94 auf 100 Prozent bei den Grundentgelten der Fläche erfolgte in zwei Schritten seit 2022. Seither ist die Arbeitszeit von 39,5 auf 38 Wochenstunden gesenkt worden.

„100% Fläche steht für mehr Attraktivität und faire Löhne. Dieser starke Tarifabschluss nutzt dem Unternehmen genauso wie den Beschäftigten. Im knallharten Wettbewerb um fehlende Fach- und Arbeitskräfte kommt es genau darauf an. Es ist aber auch ein Signal an junge Menschen, ihren Weg in die Industrie und unserem leistungsstarken Betrieb zu gehen,“ sagt Mandy Patze als aktive Gewerkschaftlerin und Mitglied der Verhandlungskommission.

Die j-plasma GmbH gehört seit 2022 zur Weinert Industries AG. Der hochmoderne Betrieb, der hochreines synthetisches Quarzglas und Preformen auf plasmabasierter Außenbeschichtung herstellt, steht in der mehr als 130-jährigen Tradition der optischen Glasherstellung in Jena.  Auch im vergangenen Jahr hat j-plasma – trotz gestiegener Rohstoffpreise und explodierenden Energiekosten – kräftig Gewinn gemacht. Derzeit sind in Jena um die 50 Kolleg*innen beschäftigt. Das Unternehmen sucht vor allem Fachkräfte in den Bereichen Produktion und Verwaltung.

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