IG Metall Jena-Saalfeld und Gera
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14.08.2020, 09:08 Uhr

Corona

Aktualisierte IG Metall-Umfrage

  • 29.04.2020
  • Aktuelles

In 661 Betrieben wird kurz gearbeitet oder droht Kurzarbeit. In rund 44 Prozent der Betriebe sind nahezu komplette Belegschaften in Kurzarbeit 25 Prozent der Betriebe rechnen mit einer Kurzarbeitsphase länger als 6 Monate.

Die IG Metall hat erneut die Situation in der Metall- und Elektroin-dustrie abgefragt. 904 Betriebe beteiligten sich an der Abfrage in Hessen, Rheinland-Pfalz, im Saarland und Thüringen. Davon gaben 661 Betriebe an, dass Kurzarbeit umge-setzt oder geplant sei.
Rund 49 Prozent der 661 Betriebe geben an, dass seit April kurzgearbeitet wird oder Kurzarbeit beantragt worden ist. Nahezu komplette Belegschaften sind in rund 44 Pro-zent der Betriebe in Kurzarbeit. In 20 Prozent der Betriebe wird mit einer Kurzarbeits-phase von bis zu 6, in knapp 25 Prozent mit einer Phase von mehr als 6 Monaten Kurz-arbeit gerechnet.


Insgesamt arbeiten rund 289.000 Menschen in Hessen, Rheinland-Pfalz, im Saarland und Thüringen kurz oder sind von Kurzarbeit bedroht. Das ist gegenüber der Befragung Ende letzten Monats ein deutlicher Anstieg. Damals waren im Bezirk rund 240.000 Be-schäftigte in Kurzarbeit oder davon bedroht. Als Ursache für die Kurzarbeit werden wei-terhin „Auftragseinbrüche“ bzw. „krisenbedingte“ Auftragsrückgänge bzw. „gestörte Lieferketten“ angegeben.


Jörg Köhlinger, Leiter des IG Metall Bezirks Mitte: „Die Metall- und Elektroindustrie ist weit davon entfernt flächendeckend hochfahren zu können. Die Gründe dafür sind viel-fältig: teilweise fehlen Aufträge und Teile und teilweise können die Arbeits- und Ge-sundheitsschutzmaßnahmen nur für bestimmte Bereiche im Unternehmen umgesetzt werden. Es wird noch Wochen dauern bis wir eine annähernde normale Fahrweise in den Betrieben haben werden. Deshalb ist die stufenweise Erhöhung des Kurzarbeiter-geldes ein sehr wichtiges Signal für die Beschäftigten.“

In Betrieben, in denen die Produktion jetzt wieder schrittweise anlaufe, so Köhlinger
weiter, „muss sichergestellt werden, dass die Beschäftigten ausreichend gegen das Infektionsrisiko
geschützt sind. Der Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz hat für die IG Metall
oberste Priorität. Die Arbeitgeber müssen, wie es das Arbeitsschutzgesetz vorsieht,
die nötigen Mittel und Instrumente für die Prävention bereitstellen.“

 

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